Wer eine Automatikuhr besitzt, wird sicherlich auch schon mal den Begriff eines Uhrenbewegers gehört oder darüber gelesen haben. Da Automatikuhren für die Erhaltung ihrer Ganggenauigkeit möglichst nicht oder nur selten stehen bleiben sollten, bedürfen sie quasi ständiger Bewegung, die dazu führt, dass die Feder im Uhrwerk ständig gespannt bleibt. Im normalen Alltag ist dies kein Problem, wird die Uhr ständig (also täglich) getragen. Mit der Gangreserve, die in der Regel irgendwo zwischen 30 bis 60 Stunden liegt (dies unterscheidet sich von Modell zu Modell und von Hersteller zu Hersteller), können auch kürzere Zeiträume überbrückt werden, in der die Automatikuhr nicht zwangsläufig in Bewegung sein muss.
Kann oder soll die Uhr aber nicht ständig getragen werden, was zum Beispiel bei einem Sammlerstück der Fall sein kann, oder aber, wenn der Träger mehrere Uhren besitzt, die in einem abwechselnden Turnus getragen werden (je nach Anlass, Lust und Laune), kann es schnell passieren, dass die Uhr stehen bleibt. Passiert dies häufiger, beeinträchtigt das auf Dauer auch die Ganggenauigkeit der Automatikuhr.
Um das Stehenbleiben zu verhindern, wurden nun die eingangs schon erwähnten Uhrenbeweger erfunden, die dafür sorgen, das die Automatikuhr die benötigte Bewegung bekommt.
Für die Erfindung dieser sowohl nützlichen als auch praktischen Geräte zeichnete vor mehr als 40 Jahren die Firma Elma verantwortlich. Damals hieß die neue Erfindung noch Umlaufreguliergerät. Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich eine an sich recht simple Technik, die aber eine große Wirkung erzielt.
Dabei unterscheiden sich Uhrenbeweger von unterschiedlichen Herstellern in einigen Punkten. So zum Beispiel in der Anzahl der Uhren, die man einsetzen kann (meist zwischen ein bis drei), in den Einstellmöglichkeiten (zum Beispiel die Art der Laufrichtung, die Anzahl der Umdrehungen pro Tag – UPT oder TPD genannt – die Möglichkeit der Einstellung besonderer Programme) und natürlich nicht zuletzt auch in Optik und Design. Welchen Uhrenbeweger man braucht, richtet sich dabei zum einen nach dem Modell der Automatikuhr oder der -uhren, die man besitzt, zum anderen auch danach, was das Gerät kosten darf und welche Ansprüche man an Qualität und Lebensdauer stellt. Empfehlenswert sind in jedem Fall Fabrikate aus deutscher oder schweizer Herstellung, aber auch Produkte aus China können in einigen Fällen eine gute Wahl in punkto Preis-Leistungsverhältnis sein.